Maria Schnee Hahnenklee (Filialkirche)

Maria Schnee Lautenthaler Str. 8a 38644 Hahnenklee

 

Adresse

Lautenthaler Str. 6
38644 Hahnenklee

 

Kontakt: 05323/3575

patricia.grabarek@bistum-hildesheim.net

Geschichte der Kirche Maria Schnee in Hahnenklee

Schon vor dem ersten Weltkrieg wünschten sich die immer zahlreicher werdenden katholischen Kurgäste in Hahnenklee einen sonntäglichen Gottesdienst. Im November 1919 verhandelte der Ortsvorsteher von Hahnenklee, dass der Pfarrer aus Clausthal zur sonntäglichen Messfeier kam. Dazu mietete die Kurverwaltung die Veranda der Hotels „Deutsches Haus“, dort fand am 20.6.1920 der erste katholische Gottesdienst statt. Bis 1928 funktionierte es gut. Dann brauchte das deutsche Haus die Veranda für die eigenen Gäste. Die Pfarrgemeinde wechselte für die Gottesdienste in den Gemeindesitzungssaal. Der Bedarf eines eigenen Gotteshauses wurde immer drängender.

Am 17.6.1928 Grundsteinlegung einer kleinen Holzkirche. Schon am 15.8.1928 wurde die Holzkirche eingeweiht. Bis Ostern 1974 diente die Kirche der Gemeinde. Doch die kleine Marienkirche war sowohl sonntags als auch zur Vorabendmesse am Samstag immer voll besetzt. Dann reichte der Raum bei der immer größer werdenden Kurgemeinde nicht mehr aus. Die Katholiken forderten eine größere Kirche, auch in zahlreichen Briefen an den Bischof in Hildesheim. Man entschloss sich zu einem Neubau. Am 17.8.1974 wurde der Grundstein gelegt, am 31.5.75 wurde die Kirche eingeweiht.

Während der Bauzeit ermöglichte der evangelische Pastor Teicke, dass die katholische Gemeinde die Stabkirche nutzt. Die evangelische Gemeinde stiftete auch die Glocke der neuen Kirche. Der Ton war mit der Glocke der Stabkirche abgestimmt, sodass sie sich täglich einander grüßen. Auf der Glocke gibt es die Beschriftung „Gnade und Friede“.

Woher kommt der Name „Maria Schnee“?

Nach einer Überlieferung hatte ein römischer Patrizier und seine Frau am 5.8.358 eine Marienerscheinung. Maria versprach dem verzweifelten Ehepaar den Wunsch nach einem Sohn zu erfüllen, wenn sie ihr zu Ehren eine Kirche bauen, wo am nächsten Morgen Schnee liege. Am nächsten Morgen war der Hügel Esquilin von einer dichten Schneedecke bedeckt. Das Ehepaar ging nach diesem Erlebnis zu Pabst Liberius, der den gleichen Traum gehabt hatte. Dann wurde auf dem Esquilinhügel in Rom die Kirche Santa Maria Maggiore gebaut.

 

Die Orgel

Die Orgel in der Kirche Maria Schnee wurde 1993 vom Orgelbaubetrieb Gebr. Stockmann in Werl
gebaut, der auf die Orgelbaumeister Bernhard (1856 – 1955) und Theodor Stockmann (1861 – 1934)
zurückgeht und inzwischen in der dritten Generation auch nach 136 Jahren international tätig ist.
Stockmann Orgelbau baut bis heute sehr klangschöne neue Orgeln oder renoviert historisch
wertvolle Instrumente. Die qualitativ sehr hochwertige einmanualige Orgel unserer Filialkirche
verfügt über eine mechanische Spiel- und Registertraktur, Schleifladen sowie Pedalkoppel und weist
folgende Disposition auf:
Manual (C-g3): Gedackt 8´, Weidenpfeife 8´, Prinzipal 4´, Rohrflöte 4´, Schwiegel 2´, Mixtur 2-3f. 1 1/3
´.
Pedal (C-f1): Subbaß 16´.
Die Besonderheit dieser Orgel ist, dass sie auf Rollen gelagert ist und bei Bedarf von der Wand
abgerückt werden kann.

Fotos von E. & A. Schmidt

Ansichten der Orgel

(von E. & A. Schmidt)