Hauptkirche St.Nikolaus

                                                     Geschichte St. Nikolaus

Die Geschichte der Katholischen Pfarrgemeinde St. Nikolaus im Oberharz beginnt im 13 Jahrhundert. Der Anfang war die Gründung Mönchssiedlung St. Matthias zur Zelle. Danach war über 400 Jahre lang das katholische Leben im Oberharz unterbrochen. Im Jahre 1869 gehörten zur Gemeinde 119 Katholiken. Bis zum Jahre 1869 wurden diese wenigen Katholiken vor allem aus Goslar betreut.

Die neuere Geschichte beginnt 1869. Am 17. Januar wandte sich der Clausthaler Oberbergrat Ulrich an den damaligen Hildesheimer Bischof Eduard Jakob mit der Bitte um Einrichtung einer Mission in Clausthal. Der Bischof sprach seine Bereitwilligkeit dazu aus, woraufhin am 07. September des gleichen Jahres Pastor Desinger als Vertreter der kath. Gemeinde Clausthal eine Bauerlaubnis zum Umbau eines Stallgebäudes zu einer Kapelle, sowie zum Bau von Glockenboden und Turm erteilt bekam. Und so wurde die erste Nikolaus Kirche gebaut. Eine feierliche Konsekration dieser Kirche ist nicht bekannt.

Am 11. Oktober 1870, ein Jahr später, wurde die Missionsstelle zur Pfarrei erhoben. Am 18. November 1870 wurde die Pfarrei staatlich anerkannt. Patron der Gemeinde wurde St. Nikolaus.

Die jetzige Kirche wurde in den Jahren 1960/1961 erbaut und am 2/3. Dezember 1961 konsekriert.

Der Bau der beiden  Filialkirchen St Oliver in Altenau (1979) und Hahnenklee (1975) wurden durch Pfarrer Otto Nowak initiiert.

Heute ist die katholische St. Nikolaus Pfarrgemeinde eine junge, aktive Pfarrgemeinde mit vielen Studenten aus Deutschland und dem Ausland. Sie ist auch ein zu Hause für viele Urlaubs- und Kurgäste.

Krypta

Unsere Krypta lädt ein, Gottesdienste, Taufen, Andachten und Veranstaltungen in kleinem und ruhigem Ambiente zu feiern.

Marienkapelle

Besuchen Sie zur persönlichen Andacht unsere kleine, aber feine Marienkapelle.

                                                                        Die Orgel

Unser Organist Prof. Dr. Andreas Schmidt versteht es in hohem Maße, die Orgel an den Sonntagen und anderen Festtagen herrlich erklingen zu lassen! Freuen Sie sich immer wieder auf ein großartiges Orgelwerk am Ende der Messe!

 

Die klangschöne Orgel in St. Nikolaus wurde 1963 von Orgelbaumeister Hans-Heinz Blöß (1918 – 2013) erbaut. Er erlernte das Handwerk des Orgelbaus in seiner Geburtsstadt Lübeck bei der Orgelbauerfamilie Kemper, die 1968 auch die große fünf-manualige Orgel der Lübecker Marienkirche mit 101 Registern baute, und schloß dort seine Ausbildung im Jahr 1954 mit der Meisterprüfung ab. In den Jahren 1954 bis 1993 war Hans-Heinz Blöß dann selbständiger Orgelbauer in Goslar-Oker. Sein Sohn Heinz-Peter Blöß war ebenfalls Orgelbaumeister, er verstarb allerdings bereits 1991. Sein Vater gab deshalb 1993 im Alter von 75 Jahren den Betrieb in Oker auf und verstarb 95-jährig in Goslar. Hans-Heinz Blöß hat der Nachwelt einige Orgeln hinterlassen, darunter in St. Georg in Goslar-Jürgenohl (1967) und St. Martin in Osterode (1967). Unsere Schleifladen-Orgel scheint mit ihren 23 Registern nach der Orgel in St. Georg den Angaben im “Lexikon norddeutscher Orgelbauer” zufolge (Herausgeber: Uwe Pape und Wolfram Hackel) die zweitgrößte zu sein, die Hans-Heinz Blöß gebaut hat. Unsere Orgel hat eine mechanische Spiel- und eine elektrische Registertraktur. 1997 wurde die Orgel durch den Orgelbaubetrieb von Reinhard Hüfgen in Halberstadt umgebaut. Hierbei wurde die Tonmechanikanlage im Spieltisch neu konstruiert, die Tastenbeläge wurden ausgetauscht, neue Registermagnete wurden eingebaut und der Motor wurde umgesetzt. Orgelbau Hüfgen pflegt, stimmt und wartet unsere Orgel regelmäßig bis heute.

Unsere Blöß-Orgel hat die folgende Disposition:

Erstes Manual, Hauptwerk (C-g3): Prinzipal 8´, Spitzgedackt 8´, Oktave 4´, Koppelflöte 4´, Nasat 2 2/3´, Oktave 2´, Mixtur 4f., Trompete 8´.

Zweites Manual, Oberwerk (C-g3): Gedackt 8´, Salizional 8´ (mit Gedackt als Schwebung), Prinzipal 4´, Rohrflöte 4´, Schwiegel 2´, Sesquialtera 2f., Scharff 4f., Krummhorn 8´, Tremulant.

Pedal (C-f1): Subbaß 16´, Prinzipal 8´, Bordun 8´, Choralbaß 4´, Nachthorn 2´, Rauschpfeife 3f., Posaune 16´.

3 Normalkoppeln, Handregister und 2 freie Kombinationen.    

 

Unser Organist Prof. Dr. Andreas Schmidt beim Musizieren

Innen- und Außenansichten der Orgel

(von A. Schmidt)